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»Buchenwald – Im Dickicht vom Ettersberg«

By Aktuelles, Allgemeine Meldungen, Termine

Multimediale Präsentation und Gespräch zum Thema “Erinnern ist Zukunft” am 28. April 2026, 19:00 Uhr in der Katholischen Akademie Berlin

Anlässlich der Befreiung des KZ Buchenwald vor 81 Jahren lud die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin am 28. April 2026 ein zu einer multimedialen Präsentation des mehrfach ausgezeichneten und international beachteten Foto-Text-Buches von Christian Rothe (Fotograf und Buchgestalter) und des gleichnamigen Kurzfilms »Buchenwald – Im Dickicht vom Ettersberg« sowie einem anschließenden Gespräch »Erinnern ist Zukunft« in die Katholische Akademie Berlin.

Über 500 Geistliche, meist katholischen Glaubens, waren im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Sie wurden erniedrigt, zu schwerer körperlicher Arbeit verpflichtet, teilweise in Einzelzellen isoliert, gefoltert und auch ermordet.

 

Wolfgang Thierse (Bundestagspräsident a.D.) und Susanne Krause-Hinrichs (Geschäftsführerin der Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung)  im Gespräch mit Günter Jeschonnek (Regisseur und Herausgeber des Buches)

Veranstaltung 28.04.2026_Podium_Wolfgang Thierse_G. Jeschonnek_S.Krause-Hinrichs

(c) Stiftung fuer Toleranz und Voelkerverstaendigung Potsdam

Die Stiftung Buchkunst zeichnete das Foto-Text-Buch als „Schönstes Deutsches Buch 2025“ im September 2025 aus.
Am 22. November 2025 verlieh der »Deutsche Fotobuchpreis 25/26« dafür eine Goldmedaille.

 

Artikel 1 Grundgesetz – Beitrag zur Sonderausstellung

By Aktuelles, Allgemeine Meldungen, Termine

Bilderwand zu Artikel 1 GG

In der Garnisonskirche Potsdam war von September 2025 bis Mai 2026 als gemeinsames Zeichen für unsere Demokratie die Sonderausstellung „Artikel 1“ zu sehen.
Zur Finissage entstand eine gemeinsame Bilderwand mit kurzen persönlichen Gedanken zum Satzanfang:  „Artikel 1 bedeutet für mich …“

Viele Personen aus Politik, Kirche und Gesellschaft beteiligten sich daran – auch Susanne Krause-Hinrichs, die Geschäftsführerin der Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung.

Bilderwand zu Artikel 1 GG - Detail

09.2025 – 01.2026: Bildungsprogramm zum jüdischen Leben in Brandenburg

By Aktuelles, Allgemeine Meldungen, Termine

Gemeinsame Projekttage 80 Jahre Kriegsende und Zeit des Nationalsozialismus in Brandenburg

Zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus wurde der 8. Mai 2025 in vielen Bundesländern Deutschlands als einmaliger gesetzlicher Feiertag festgelegt. In Brandenburg wurde der Tag als Gedenktag mit offiziellen Gedenkveranstaltungen begangen.
Als Weiterführung des Bildungsprogramms, das von der Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung gemeinsam mit der Stadt Potsdam für Schüler*innen und Jugendlichen aus Potsdam und Umgebung zum 8. Mai konzipiert wurde, wird nun ein umfangreicheres Bildungsangebot in diversen Lern- und Vermittlungsformate entwickelt. Das Angebot wird nun auf das ganze Bundesland Brandenburg erweitert und soll folgende Städte umfassen: Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt Oder und Potsdam.

VERANSTALTER
Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung in Kooperation mit dem Landesjugendring Brandenburg e. V.

Die Projekttage erstreckten sich über den Zeitraum von September 2025 bis Januar 2026 und umfassten die folgenden Bildungs- und Vermittlungsformate:

Bei weiterem Interesse an den Bestandteilen des Bildungsangebots melden Sie sich gerne:
E-Mail: info@stiftung-toleranz.de
Tel.: +49 (0) 331 2007770

I.    Comic-Workshop mit Titus Ackermann („Was vom Leben übrig bleibt“, 2024) als Ganztagsworkshop.

(c) Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung Potsdam

Deutschland im Jahr 2025 / 2026: Viele Menschen sind heute der Meinung, dass echte Meinungsfreiheit nicht mehr existiert, dass Zensur und Staatsmedien versuchen, unser Denken zu manipulieren. Aber ist das wirklich so? Und wie ist das im Vergleich zur Vergangenheit?

Der Comicworkshop thematisiert die Geschichte der Meinungsfreiheit und Geschichten über die Meinungsfreiheit in Deutschlands „jüngerer“ Vergangenheit: Wie wurde sie in der Vergangenheit behandelt und empfunden, und wie wird sie heute erlebt? Wo sind die Grenzen des „Sagbaren“? Persönliche Geschichten und Erfahrungen der Teilnehmenden, aber auch geschichtliche Ereignisse können mit den Mitteln des Comic / der Graphic Novel bearbeitet und dargestellt werden, um wieder in den Diskurs zu kommen.

TERMINE / ORTE: 05.12.25 in Bad Belzig, 10.01.26 in Potsdam, 21.01.26 in Oranienburg (jeweils erfolgreich durchgeführt)
LEITUNG: Titus Ackermann

II.    Bildungsprogramm “Jüdisches Leben und Überleben in Brandenburg”

Dieser Teil des Projekts ist für Schüler*innen (ab 9. Klasse) und Jugendliche konzipiert.

Synagogenführung Potsdam, 13.11.2025

(c) Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung Potsdam

Führung durch das Synagogen- und Gemeindezentrum Potsdam (Jüdische Gemeinde Stadt Potsdam e.V.)

TERMIN / ORT: 13.11.2025 in Potsdam (erfolgreich durchgeführt)
LEITUNG: Jan-Niklas Zemmel (Einrichtungsleiter Synagogenzentrum Potsdam)
FORMAT: Führung, Dauer: ca. 1,5 Stunden

Führungen über den Jüdischen Friedhof Potsdam (Förderverein Jüdischer Friedhof Potsdam e.V., Jüdische Gemeinde Stadt Potsdam e.V.)

ORT: Jüdischer Friedhof Potsdam/Potsdam
LEITUNG: Dr. Anke Geißler-Grünberg (Förderverein Jüdischer Friedhof Potsdam e.V.)
FORMAT: Führung, Dauer: ca. 2 Stunden

Das Zeitzeugenprojekt „Ich habe kein anderes Land. Die Reise von Marga (Gothelf) Goren“ in Zusammenarbeit mit Ra’anana e.V.

TERMIN / ORT: 15.12.2025 in Brandenburg/Havel (erfolgreich durchgeführt)
LEITUNG: Dr. Nils Haberlandt (Vorstand Ra’anana e.V.) / Juliana Berg
FORMAT: Workshop & Führung (Ganztagsworkshop)

Filmvorführung & Gespräch, Kino Thalia, 14.11.2025

(c) Stitung für Toleranz und Völkerverständigung Potsdam

III.    Filmvorführungen & Workshop:

Der Kurzfilm MASEL TOV COCKTAIL (Arkadij Khaet/Mickey Paatzsch, 2020) erzählt aus der Perspektive des 16-Jährigen Dima, mit welchen Vorurteilen, Themen und Problemen Jüdinnen und Juden in Deutschland in ihrem Alltag konfrontiert sind. Im Workshop werden verschiedene Formen von Antisemitismus, die im Film anhand der einzelnen Figuren dargestellt werden, thematisiert, Fragen werden beantwortet, Begriffe und Kontexte erklärt. Der Workshop eignet sich für Schüler*innen ab der Klassenstufe 8/9.

TERMIN: 14.11.2025 im Thalia Kino Babelsberg, 28.01.26 im KUMA Frankfurt/Oder (jeweils erfolgreich durchgeführt)
ORT: Programmkinos in Brandenburg; genauere Angaben folgen
LEITUNG: Anna Antonova u.a.

Als inhaltliche und europäische Ergänzung wurde der Film von Art Spiegelman DISASTER IS MY MUSE am 18.01.2026 in Frankfurt/Oder im Rahmen eines internationalen Workshops gezeigt (in Kooperation mit der pewobe gGmbH in Frankfurt/Oder mit einer deutsch-polnischen Jugendgruppe aus Frankfurt/Oder und Slubice). Der anschließende Workshop zum Thema „Holocaust im Comic“ , vertiefte die Perspektive auf visuelle Narrative und historische Vermittlung.

11. November 2025, 18 Uhr: Lesung mit Gespräch: “Das Land, das ich dir zeigen will” – Sara Klatt

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Sara Klatt studierte in Hannover Dokumentarfotografie sowie in Potsdam und Haifa Jüdische Studien. Heute lebt sie in Berlin. Mit ihrem autobiografisch-fiktiven Roman über Israel hat sie derzeit viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ihr Roman findet ein breites interessiertes Publikum, und Klatt ist aktuell auf Lesereise in Deutschland und Österreich – mit einem Halt in Brandenburg.

Gerade in der Zeit nach dem 7. Oktober 2023 erzählt ihr Buch von einem anderen Israel – einem, das viele Leser:innen hier vielleicht nicht so kennen oder bislang nicht aus dieser Perspektive betrachtet haben. Es schildert lebendig die Vielfalt der Gesellschaften, die dieses Land prägen.

VERANSTALTER:
Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung, Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V., KlgA e.V./fab

VERANSTALTUNGSORT:
Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung, Schlossstraße 12, 14467 Potsdam

ANMELDUNG:
Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung (bitte per Email) möglich.

13.-14. November 2025: Fachkonferenz für Lehrkräfte “Antisemitismus – Fakten, Mythen, Israel-Bashing. Herausforderungen in der Bildungsarbeit (in Brandenburg)

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Die Fachkonferenz ist Teil einer Fortbildungsreihe für Lehrkräfte und Multiplikator*innen in der Bildungsarbeit, die Basiswissen und Diskursfelder zum Thema Antisemitismus in Brandenburg anhand der Beiträge namhafter Fachleute und erfahrener Akteur*innen abbildet. Sie ermöglicht interessierten Lehrer*innen und anderen Pädagog*innen Einblicke in die Vorurteilsforschung, erörtert Probleme vor Ort und vermittelt methodische Vorschläge, aufzuklären und Judenfeindschaft wirksamer entgegenzutreten.
Sowohl empirische Untersuchungen wie auch Kriminalstatistiken belegen deutlich: Antisemitismus und Judenhass sind seit Jahren im Anstieg begriffen. Aggressives Verhalten gegen jüdische Einrichtungen und Einzelpersonen nimmt zu. Woher rühren derartige Einstellungen und Verhaltensweisen? Wie entstehen Negativstereotype gegen Jüdinnen*Juden, jüdischer Kultur und Religion? Wie werden sie tradiert, und wie können wir sie erkennen und de-codieren? Wie tritt uns Antisemitismus im Lernraum Schule entgegen und wie können wir ihm begegnen?
Die Fachkonferenz führt in Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus ein – und zeigt zugleich, wo und wie jüdisches Leben auch 80 Jahre nach der Shoah bedroht wird. Die Teilnehmer*innen erhalten Einblicke in klassische antijüdische Feindbilder, Stereotypen und Verschwörungsmythen sowie Erscheinungsformen von Israel-bezogenem Antisemitismus. Sie bekommen Anregungen zum Nachdenken über Handlungsbedingungen im schulischen Bereich bzw. in Bildungskontexten und Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit antisemitischen Zwischenfällen zu reflektieren.
Die Fachkonferenz versteht sich als Grundlagenseminar mit Beteiligung verschiedener Expert*innen aus Praxis und Forschung zu Antisemitismus. Die Fortbildungsreihe bietet neben der grundlegenden Fachkonferenz auch vertiefende Methoden-Seminare an.

TAGUNGSORT:
Stiftung Begegnungsstätte Gollwitz
Schlossallee 101
14776 Brandenburg an der Havel OT Gollwitz

KOSTEN: Teilnahmebeitrag: 55 €
LEISTUNGEN: Übernachtung im Einzelzimmer, Vollverpflegung, Bettwäsche, Handtücher, Weiterbildungsdurchführung und -dokumentation

Die Veranstaltung wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und ist als Fortbildung vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg anerkannt. Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung. TIS Nr.: 25R200301.

Das Programm und weitere Informationen sowie die Online-Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.

6. November 2025, 18 Uhr: “Juden auf dem Platz, Juden auf den Rängen” – Ruben Gerczikow & Monty Ott – Buchpräsentation mit Autorenlesung & Gespräch

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Der Sammelband „Juden auf dem Platz, Juden auf den Rängen“ erzählt jüdische Lebenswirklichkeiten im Fußball und bringt Stimmen aus Deutschland und Israel zusammen. Er berichtet über jüdische Spieler:innenbiographien, Fankultur sowie Erfahrungen von Solidarität, Erinnerung und auch Antisemitismus. Ruben Gerczikow und Monty Ott geben in der Lesung Einblicke in Geschichten von Freundschaft, Verantwortung und Zugehörigkeit im Stadionalltag. Dabei wird auch die Vereinsgeschichte von Babelsberg 03 aufgegriffen – als Ausgangspunkt für ein offenes Gespräch über Haltung, Erinnerungskultur und Zivilcourage. Zum Abschluss laden wir zum Austausch bei einem kleinen Empfang ein.

VERANSTALTER
SV Babelsberg 03, Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung & KIgA e.V./FAB
Moderation: Susanne Krause-Hinrichs

VERANSTALTUNGSORT
VIP-Lounge, Karl-Liebknecht-Stadion Babelsberg, Karl-Liebknecht-Str. 90, 14482 Potsdam

ANMELDUNG
Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung möglich.

 

Geomagnetische Prospektion auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof in Lenzen

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Bereits für das Jahr 1768 ist ein jüdischer Friedhof in Lenzen belegt. Heute existiert er aber nicht mehr – die Fläche, genannt Flur 11, Flurstück 13, ist völlig verwildert und nichts erinnert an die ehemalige jüdische Begräbnisstätte.

Die letzte Beisetzung auf dem Friedhof fand kurz vor dem zweiten Weltkrieg statt. Ab 1945 wurden die Grabsteine abgeräumt und man ging dazu über das Areal für den Sandabbau zu nutzen.

Um den verborgenen Untergrund am Standort des ehemaligen Friedhofs zu erkunden, wurden vom 9. bis 12. September 2024 zerstörungsfreie geophysikalische Untersuchungen durchgeführt. Im Rahmen der praktischen studentischen Ausbildung haben Studierende und Lehrende der Universität Potsdam (Institut für Geowissenschaften, Arbeitsgruppe Angewandte Geophysik) verschiedene geophysikalische Methoden vor Ort eingesetzt. Das Ziel dieser studentischen Geländeübung war es, dass die Studierenden den Umgang mit geophysikalischer Messtechnik im Gelände erlernen und ihre gewonnen Daten und Resultate am Ende helfen, im Untergrund verborgenen Hinweise auf den ehemaligen jüdischen Friedhof in Lenzen sichtbar zu machen.

4. Veranstaltung „Potsdam Publik: Debatten zum Antisemitismus – Menschen mit Kultur sind der Endzweck der Natur, wusste Kant. Antisemitismus ist kulturlos. Oder? Lassen Sie uns darüber reden. Soll niemand sagen, wir hätten keine Kultur.”

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Documenta, Berlinale, Eurovision Song Contest und die Clubkultur – wird Antisemitismus Standard in der Kulturwelt? Um was geht es, um Kunst- und Meinungsfreiheit oder um politische Agitation? Wo ist der Staat gefragt? Und, nicht zu vergessen: Wie geht es dabei jüdischen und israelischen Künstler:innen hier in Deutschland? Read More