Gemeinsame Projekttage 80 Jahre Kriegsende und Zeit des Nationalsozialismus in Brandenburg
Zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus wurde der 8. Mai 2025 in vielen Bundesländern Deutschlands als einmaliger gesetzlicher Feiertag festgelegt. In Brandenburg wurde der Tag als Gedenktag mit offiziellen Gedenkveranstaltungen begangen.
Als Weiterführung des Bildungsprogramms, das von der Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung gemeinsam mit der Stadt Potsdam für Schüler*innen und Jugendlichen aus Potsdam und Umgebung zum 8. Mai konzipiert wurde, wird nun ein umfangreicheres Bildungsangebot in diversen Lern- und Vermittlungsformate entwickelt. Das Angebot wird nun auf das ganze Bundesland Brandenburg erweitert und soll folgende Städte umfassen: Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt Oder und Potsdam.
VERANSTALTER
Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung, Landesjugendring Brandenburg e. V.
Die Projekttage erstrecken sich über den Zeitraum von September bis Januar 2026 und umfassen die folgenden Bildungs- und Vermittlungsformate:
Bei Interesse, Bestandteile des Bildungsangebots bei sich vor Ort durchzuführen oder an bereits geplanten Veranstaltungen teilzunehmen, melden Sie sich gerne:
E-Mail: info@stiftung-toleranz.de
Tel.: +49 (0) 331 2007770
Hier finden Sie weitere Informationen: Projektübersicht_80 Jahre Kriegsende
I. Am 13. Dezember 2025, 10-18 Uhr wird ein Comic-Workshop mit Titus Ackermann („Was vom Leben übrig bleibt“, 2024) stattfinden (Ganztagsworkshop: weitere Informationen folgen).
Deutschland im Jahr 2025: Viele Menschen sind heute der Meinung, dass echte Meinungsfreiheit nicht mehr existiert, dass Zensur und Staatsmedien versuchen, unser Denken zu manipulieren. Aber ist das wirklich so? Und wie ist das im Vergleich zur Vergangenheit?
Der Comicworkshop thematisiert die Geschichte der Meinungsfreiheit und Geschichten über die Meinungsfreiheit in Deutschlands „jüngerer“ Vergangenheit: Wie wurde sie in der Vergangenheit behandelt und empfunden, und wie wird sie heute erlebt? Wo sind die Grenzen des „Sagbaren“? Persönliche Geschichten und Erfahrungen der Teilnehmenden, aber auch geschichtliche Ereignisse können mit den Mitteln des Comic / der Graphic Novel bearbeitet und dargestellt werden, um wieder in den Diskurs zu kommen.
ORT: Domstift Brandenburg/Havel
LEITUNG: Titus Ackermann
HINWEIS: Weitere Termine für 2025 /2026 sind in Brandenburg buchbar.
II. Bildungsprogramm “Jüdisches Leben und Überleben in Brandenburg”
Dieser Teil des Projekts bündelt das vielfältige Angebot in ganz Brandenburg zur jüdischen Geschichte und Kultur und umfasst die folgenden Kultur- und Bildungseinrichtungen. Es wird für Schüler*innen (ab 9. Klasse) und Jugendliche konzipiert.
1. Themenführung „Jüdisches Leben in Brandenburg“
ORT: Brandenburg Museum (Potsdam)
LEITUNG: Johanna Schüller (Brandenburg Museum)
FORMAT: Führung, Dauer ca. 60 Min.
HINWEIS: Termine sind für 2025 / 2026 buchbar.
2. Führung durch das Synagogen- und Gemeindezentrum Potsdam (Jüdische Gemeinde Stadt Potsdam e.V.)
TERMIN: 13.11.2025 (bereits erfolgreich durchgeführt)
ORT: Potsdam
LEITUNG: Jan-Niklas Zemmel (Einrichtungsleiter Synagogenzentrum Potsdam)
FORMAT: Führung
HINWEIS: Weitere Termine sind für 2025 / 2026 buchbar.
3. Führungen über den Jüdischen Friedhof Potsdam (Förderverein Jüdischer Friedhof Potsdam e.V., Jüdische Gemeinde Stadt Potsdam e.V.)
ORT: Jüdischer Friedhof Potsdam/Potsdam
LEITUNG: Dr. Anke Geißler-Grünberg (Förderverein Jüdischer Friedhof Potsdam e.V.)
FORMAT: Führung, Dauer: ca. 2 Stunden
HINWEIS: Termine für 2025 / 2026 sind buchbar.
4. Das Zeitzeugenprojekt „Ich habe kein anderes Land. Die Reise von Marga (Gothelf) Goren“ in Zusammenarbeit mit Ra’anana e.V.
TERMIN: Dezember / Januar
ORT: Brandenburg/Havel
LEITUNG: Dr. Nils Haberlandt (Vorstand Ra’anana e.V.)
FORMAT: Workshop & Führung
HINWEIS: Termine für 2025 / 2026 sind buchbar.
III. Weiteres Angebot: Filmvorführung & Workshop MASEL TOV COCKTAIL:
Der Kurzfilm MASEL TOV COCKTAIL (Arkadij Khaet/Mickey Paatzsch, 2020) erzählt aus der Perspektive des 16-Jährigen Dima, mit welchen Vorurteilen, Themen und Problemen Jüdinnen und Juden in Deutschland in ihrem Alltag konfrontiert sind. Im Workshop werden verschiedene Formen von Antisemitismus, die im Film anhand der einzelnen Figuren dargestellt werden, thematisiert, Fragen werden beantwortet, Begriffe und Kontexte erklärt. Der Workshop eignet sich für Schüler*innen ab der Klassenstufe 8/9.
TERMIN: 14.11.2025 (bereits erfolgreich im Thalia Kino Babelsberg durchgeführt)
ORT: Programmkinos in Brandenburg; genauere Angaben folgen
LEITUNG: Anna Antonova
HINWEIS: Weitere Termine für 2025 / 2026 sind buchbar.









