Auftaktsitzung zur Dialogreihe „Tu’ was gegen Antisemitismus!“

Die Dialogreihe „Tu‘ was gegen Antisemitismus!“ ist gestern mit der Auftaktsitzung im Roten Rathaus gestartet. Ziel der Reihe ist es, die Zivilgesellschaft stärker für den dringend notwendigen Kampf gegen Antisemitismus zu aktivieren. Initiatoren sind die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, in Kooperation mit der F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz und der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) e.V. „Tu‘ was gegen Antisemitismus!“ tritt in den kommenden Wochen und Monaten in den Dialog mit Jugendeinrichtungen, Vereinen, Nachbarschaftszentren, religiösen Einrichtungen und vielen weiteren vor allem jungen Menschen aus der Berliner Zivilgesellschaft.

Staatssekretärin Chebli zum Auftakt der Reihe: „Die Angriffe auf jüdisches Leben in Berlin gehören inzwischen für viele Jüdinnen und Juden leider zum Alltag. Wie Gift breitet sich Antisemitismus immer weiter in unserer Gesellschaft aus, er erscheint immer offener, immer aggressiver. Wir als Senat haben mit der Verabschiedung der Landeskonzeption gegen Antisemitismus deutlich gemacht, dass es für Antisemitismus in Berlin keinen Raum geben darf. Dies erfordert eine klare Haltung ebenso wie wirksame Gegenmaßnahmen. Für den Kampf gegen Antisemitismus braucht es aber auch eine wache und engagierte Zivilgesellschaft, die mit uns an einem Strang zieht und klare rote Linien setzt.“

Susanne Krause-Hinrichs von der Flick Stiftung: „Immer mehr Jüdinnen und Juden fühlen sich in Deutschland nicht mehr sicher. Insbesondere vor dem Hintergrund unserer Geschichte ist dies eine Entwicklung, die wir nicht tolerieren können und wogegen wir alle ankämpfen müssen. Gerade in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist die Sensibilisierung für dieses Thema besonders wichtig.”

Dervis Hizarci, Vorstandsvorsitzender von KIgA: „Das Engagement gegen Antisemitismus müssen Berlinerinnen und Berliner als eine bürgerschaftliche Aufgabe – ja sogar als Berliner Tugend – sehen und genau das wollen wir mit dieser Dialogreihe anregen.”

Der nächste Termin in der Reihe „Tu‘ was gegen Antisemitismus!“ ist am Donnerstag, 23. Mai, 21.00 Uhr bei „HiMate!“, c/o Migration Hub Network, Am Krögel 2, 10179 Berlin

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