Skip to main content
All Posts By

Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung

9.-10.3.2026 Antisemitismus – Fakten, Mythen, Israel-Bashing. Herausforderungen in der Bildungsarbeit (in Brandenburg)

By Uncategorized

Die Fachkonferenz ist Teil einer Fortbildungsreihe für Lehrkräfte und Multiplikator*innen in der Bildungsarbeit, die Basiswissen und Diskursfelder zum Thema Antisemitismus in Brandenburg anhand der Beiträge namhafter Fachleute und erfahrener Akteur*innen abbildet. Sie ermöglicht interessierten Lehrer*innen und anderen Pädagog*innen Einblicke in die Vorurteilsforschung, erörtert Probleme vor Ort und vermittelt methodische Vorschläge, aufzuklären und Judenfeindschaft wirksamer entgegenzutreten.
Sowohl empirische Untersuchungen wie auch Kriminalstatistiken belegen deutlich: Antisemitismus und Judenhass sind seit Jahren im Anstieg begriffen. Aggressives Verhalten gegen jüdische Einrichtungen und Einzelpersonen nimmt zu. Woher rühren derartige Einstellungen und Verhaltensweisen? Wie entstehen Negativstereotype gegen Jüdinnen*Juden, jüdischer Kultur und Religion? Wie werden sie tradiert, und wie können wir sie erkennen und de-codieren? Wie tritt uns Antisemitismus im Lernraum Schule entgegen und wie können wir ihm begegnen?
Die Fachkonferenz führt in Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus ein – und zeigt zugleich, wo und wie jüdisches Leben auch 80 Jahre nach der Shoah bedroht wird. Die Teilnehmer*innen erhalten Einblicke in klassische antijüdische Feindbilder, Stereotypen und Verschwörungsmythen sowie Erscheinungsformen von Israel-bezogenem Antisemitismus. Sie bekommen Anregungen zum Nachdenken über Handlungsbedingungen im schulischen Bereich bzw. in Bildungskontexten und Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit antisemitischen Zwischenfällen zu reflektieren.
Die Fachkonferenz versteht sich als Grundlagenseminar mit Beteiligung verschiedener Expert*innen aus Praxis und Forschung zu Antisemitismus. Die Fortbildungsreihe bietet neben der grundlegenden Fachkonferenz auch vertiefende Methoden-Seminare an.

TAGUNGSORT:
Stiftung Begegnungsstätte Gollwitz
Schlossallee 101
14776 Brandenburg an der Havel OT Gollwitz

KOSTEN: Teilnahmebeitrag: 55 €
LEISTUNGEN: Übernachtung im Einzelzimmer, Vollverpflegung, Bettwäsche, Handtücher, Weiterbildungsdurchführung und -dokumentation

Die Veranstaltung wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und ist als Fortbildung vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg anerkannt. Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung. TIS Nr.: 25R200401.

Das Programm finden Sie hier: Flyer_Ausschreibung_Fachkonferenz Antisemitismus_web

Weitere Informationen sowie die Online-Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.

09.2025 – 01.2026: Bildungsprogramm zum jüdischen Leben in Brandenburg

By Aktuelles, Allgemeine Meldungen, Termine

Gemeinsame Projekttage 80 Jahre Kriegsende und Zeit des Nationalsozialismus in Brandenburg

Zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus wurde der 8. Mai 2025 in vielen Bundesländern Deutschlands als einmaliger gesetzlicher Feiertag festgelegt. In Brandenburg wurde der Tag als Gedenktag mit offiziellen Gedenkveranstaltungen begangen.
Als Weiterführung des Bildungsprogramms, das von der Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung gemeinsam mit der Stadt Potsdam für Schüler*innen und Jugendlichen aus Potsdam und Umgebung zum 8. Mai konzipiert wurde, wird nun ein umfangreicheres Bildungsangebot in diversen Lern- und Vermittlungsformate entwickelt. Das Angebot wird nun auf das ganze Bundesland Brandenburg erweitert und soll folgende Städte umfassen: Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt Oder und Potsdam.

VERANSTALTER
Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung in Kooperation mit dem Landesjugendring Brandenburg e. V.

Die Projekttage erstreckten sich über den Zeitraum von September 2025 bis Januar 2026 und umfassten die folgenden Bildungs- und Vermittlungsformate:

Bei weiterem Interesse an den Bestandteilen des Bildungsangebots melden Sie sich gerne:
E-Mail: info@stiftung-toleranz.de
Tel.: +49 (0) 331 2007770

I.    Comic-Workshop mit Titus Ackermann („Was vom Leben übrig bleibt“, 2024) als Ganztagsworkshop.

(c) Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung

Deutschland im Jahr 2025 / 2026: Viele Menschen sind heute der Meinung, dass echte Meinungsfreiheit nicht mehr existiert, dass Zensur und Staatsmedien versuchen, unser Denken zu manipulieren. Aber ist das wirklich so? Und wie ist das im Vergleich zur Vergangenheit?

Der Comicworkshop thematisiert die Geschichte der Meinungsfreiheit und Geschichten über die Meinungsfreiheit in Deutschlands „jüngerer“ Vergangenheit: Wie wurde sie in der Vergangenheit behandelt und empfunden, und wie wird sie heute erlebt? Wo sind die Grenzen des „Sagbaren“? Persönliche Geschichten und Erfahrungen der Teilnehmenden, aber auch geschichtliche Ereignisse können mit den Mitteln des Comic / der Graphic Novel bearbeitet und dargestellt werden, um wieder in den Diskurs zu kommen.

TERMINE / ORTE: 05.12.25 in Bad Belzig, 10.01.26 in Potsdam, 21.01.26 in Oranienburg (jeweils erfolgreich durchgeführt)
LEITUNG: Titus Ackermann

II.    Bildungsprogramm “Jüdisches Leben und Überleben in Brandenburg”

Dieser Teil des Projekts ist für Schüler*innen (ab 9. Klasse) und Jugendliche konzipiert.

Synagogenführung Potsdam, 13.11.2025

(c) Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung

Führung durch das Synagogen- und Gemeindezentrum Potsdam (Jüdische Gemeinde Stadt Potsdam e.V.)

TERMIN / ORT: 13.11.2025 in Potsdam (erfolgreich durchgeführt)
LEITUNG: Jan-Niklas Zemmel (Einrichtungsleiter Synagogenzentrum Potsdam)
FORMAT: Führung, Dauer: ca. 1,5 Stunden

Führungen über den Jüdischen Friedhof Potsdam (Förderverein Jüdischer Friedhof Potsdam e.V., Jüdische Gemeinde Stadt Potsdam e.V.)

ORT: Jüdischer Friedhof Potsdam/Potsdam
LEITUNG: Dr. Anke Geißler-Grünberg (Förderverein Jüdischer Friedhof Potsdam e.V.)
FORMAT: Führung, Dauer: ca. 2 Stunden

Das Zeitzeugenprojekt „Ich habe kein anderes Land. Die Reise von Marga (Gothelf) Goren“ in Zusammenarbeit mit Ra’anana e.V.

TERMIN / ORT: 15.12.2025 in Brandenburg/Havel (erfolgreich durchgeführt)
LEITUNG: Dr. Nils Haberlandt (Vorstand Ra’anana e.V.) / Juliana Berg
FORMAT: Workshop & Führung (Ganztagsworkshop)

Filmvorführung & Gespräch, Kino Thalia, 14.11.2025

(c) Stitung für Toleranz und Völkerverständigung

III.    Filmvorführungen & Workshop:

Der Kurzfilm MASEL TOV COCKTAIL (Arkadij Khaet/Mickey Paatzsch, 2020) erzählt aus der Perspektive des 16-Jährigen Dima, mit welchen Vorurteilen, Themen und Problemen Jüdinnen und Juden in Deutschland in ihrem Alltag konfrontiert sind. Im Workshop werden verschiedene Formen von Antisemitismus, die im Film anhand der einzelnen Figuren dargestellt werden, thematisiert, Fragen werden beantwortet, Begriffe und Kontexte erklärt. Der Workshop eignet sich für Schüler*innen ab der Klassenstufe 8/9.

TERMIN: 14.11.2025 im Thalia Kino Babelsberg, 28.01.26 im KUMA Frankfurt/Oder (jeweils erfolgreich durchgeführt)
ORT: Programmkinos in Brandenburg; genauere Angaben folgen
LEITUNG: Anna Antonova u.a.

Als inhaltliche und europäische Ergänzung wurde der Film von Art Spiegelman DISASTER IS MY MUSE am 18.01.2026 in Frankfurt/Oder im Rahmen eines internationalen Workshops gezeigt (in Kooperation mit der pewobe gGmbH in Frankfurt/Oder mit einer deutsch-polnischen Jugendgruppe aus Frankfurt/Oder und Slubice). Der anschließende Workshop zum Thema „Holocaust im Comic“ , vertiefte die Perspektive auf visuelle Narrative und historische Vermittlung.

11. November 2025, 18 Uhr: Lesung mit Gespräch: “Das Land, das ich dir zeigen will” – Sara Klatt

By Aktuelles, Allgemeine Meldungen, Termine

Sara Klatt studierte in Hannover Dokumentarfotografie sowie in Potsdam und Haifa Jüdische Studien. Heute lebt sie in Berlin. Mit ihrem autobiografisch-fiktiven Roman über Israel hat sie derzeit viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ihr Roman findet ein breites interessiertes Publikum, und Klatt ist aktuell auf Lesereise in Deutschland und Österreich – mit einem Halt in Brandenburg.

Gerade in der Zeit nach dem 7. Oktober 2023 erzählt ihr Buch von einem anderen Israel – einem, das viele Leser:innen hier vielleicht nicht so kennen oder bislang nicht aus dieser Perspektive betrachtet haben. Es schildert lebendig die Vielfalt der Gesellschaften, die dieses Land prägen.

VERANSTALTER:
Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung, Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V., KlgA e.V./fab

VERANSTALTUNGSORT:
Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung, Schlossstraße 12, 14467 Potsdam

ANMELDUNG:
Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung (bitte per Email) möglich.

6. November 2025, 18 Uhr: “Juden auf dem Platz, Juden auf den Rängen” – Ruben Gerczikow & Monty Ott – Buchpräsentation mit Autorenlesung & Gespräch

By Aktuelles, Allgemeine Meldungen, Termine

Der Sammelband „Juden auf dem Platz, Juden auf den Rängen“ erzählt jüdische Lebenswirklichkeiten im Fußball und bringt Stimmen aus Deutschland und Israel zusammen. Er berichtet über jüdische Spieler:innenbiographien, Fankultur sowie Erfahrungen von Solidarität, Erinnerung und auch Antisemitismus. Ruben Gerczikow und Monty Ott geben in der Lesung Einblicke in Geschichten von Freundschaft, Verantwortung und Zugehörigkeit im Stadionalltag. Dabei wird auch die Vereinsgeschichte von Babelsberg 03 aufgegriffen – als Ausgangspunkt für ein offenes Gespräch über Haltung, Erinnerungskultur und Zivilcourage. Zum Abschluss laden wir zum Austausch bei einem kleinen Empfang ein.

VERANSTALTER
SV Babelsberg 03, Stiftung für Toleranz und Völkerverständigung & KIgA e.V./FAB
Moderation: Susanne Krause-Hinrichs

VERANSTALTUNGSORT
VIP-Lounge, Karl-Liebknecht-Stadion Babelsberg, Karl-Liebknecht-Str. 90, 14482 Potsdam

ANMELDUNG
Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung möglich.

 

Fachstelle Antisemitismus Brandenburg fab