Das Projekt, das vor fast 10 Jahren als Musikangebot für eine Potsdamer Grundschule im sozialen Brennpunkt begann, ist im Jahr 2017 zu einer lokalen Gesamtstrategie für mehr Teilhabe und Chancengleichheit durch kulturelle Bildung geworden. Im vergangenen Jahr konnte die Kammerakademie Potsdam die Kooperationen mit Bildungs- und Sozialeinrichtungen weiter ausbauen und damit neue Spiel- und Arbeitsorte erschließen.

Unter dem Jahresmotto „Horizonte“ wurden Kinder der Stadtteilschule und die Menschen aus ihrer unmittelbaren Lebensumgebung eingeladen, mittels Konzerten, Probenbesuchen, musikalisch-künstlerischen Workshops und Projekten wie “Stadtteil macht Oper” ihren Kiez musikalisch zu erkunden und mit neuem Leben und Ideen zu füllen. Hervorzuheben sind z.B. das gemeinsam gestaltete Open-Air-Konzert zur Fête de la Musique, das Zwergenkonzert für Drewitzer von 0-1 Jahren und ihre Eltern oder die öffentlichen Proben in der Stadtteilschule . Die künstlerische Erfahrung und kreative Gestaltung ermöglicht auf spielerische Weise Teilhabe, gesellschaftliches Engagement und ein tolerantes Miteinander. Dies belegt auch das Ergebnis einer wissenschaftlichen Begleitstudie der Universität in Potsdam.

Der Höhepunkt des Jahres 2017 war das 1. Klassik Open Air in Drewitz. Darüber hinaus kann der Träger auf weitere Erfolge zurückblicken: Mit dem Musiker-Lehrer-Tandem werden Kultur und klassische Musik fachübergreifend in den Lehrplan integriert – ein Format, das aufgrund seines Erfolgs im Jahr 2017 Thema einer landesweiten Lehrerfortbildung ist. Das Projekt „Musik schafft Perspektive“ erweckte großes  deutschlandweites Interesse und wurde mehrfach ausgezeichnet.  „Musik schafft Perspektive“ wurde im Jahr 2017 mit dem BKM-Sonderpreis “Kultur öffnet Welten” als bundesweites Modellprojekt ausgezeichnet. Die Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters würdigte so das Engagement der Kammerakademie für Chancengleichheit, Inklusion und Toleranz.

Fotos: Björn Balcke