Im Rahmen des Projekts “überLAGERt” des Landesjugendrings Brandenburg forschen Jugendliche zur Geschichte ehemaliger KZ-Außenlager in Brandenburg. Gemeinsam wird eine interaktive Karte erstellt und so Geschichte im Netz greifbar gemacht. Jede*r  kann sich beteiligen und selber etwas beitragen. In seiner jüngsten Aktion hat der Landesjugendring dazu aufgerufen Bilder von ehemaligen KZ-Außenlagern in der eigenen Umgebung zu machen und diese auf Instagram zu posten. Die aufgenommenen Bilder können dann zur Illustration der interaktiven Karte genutzt werden. Für seine herausragende Arbeit ist das Projekt 2017 mit Waltraud-Netzer-Jugendpreis und 2018 mit dem Franz-Bobzien-Preis ausgezeichnet worden.

Im Jahr 2021 haben anlässlich der Befreiung der Konzentrationslager im April 1945 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs der Landesjugendring Brandenburg gemeinsam mit anderen Initiativen und vielen Freiwilligen zu der Aktion „Tat-Orte markieren – Menschen (ge)denken“ aufgerufen. Mittels Absperrband wurden an verschiedenen Stellen in Brandenburg weniger bekannte Tat-Orte von NS-Verbrechen (wieder) sichtbar gemacht. So hat z.B. die Stiftung gemeinsam mit dem Landesjugendring und den Jusos Kleinmachnow verschiedene Tat-Orte in Kleinmachnow wieder ins Gedächtnis gerufen. Insgesamt 27 Freiwillige und eine Reihe von Inititiativen aus ganz Brandenburg haben sich an der Aktion beteiligt. Die Ergebnisse können auf Instagram, Facebook oder auf der Seite des Projekts unter www.ueberlagert.de eingesehen werden.

2020 erinnern Junge Grünerberger*innen anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Ravensbrück im Rahmen des Projekts „überLAGERT“. Die Gruppe aus Grüneberg, die sich im verlinkten Video zu Wort meldet, ist eine dieser Gruppen. Die Frauen, die in Grüneberg vor allem in der Munitionsfabrik arbeiten mussten, waren Häftlinge des KZ Ravensbrück. Mehr Infos über das Projekt „überLAGERt – lokale Jugendgeschichtsarbeit an ORten ehemaliger KZ-Außenlager in Brandenburg“ gibt es unter www.ueberlagert.de

Hier geht´s zum Video: Youtube

2019 wurde neben einer intensiven Netzwerkarbeit in Fachkreisen der Jugendarbeit zum Auftakt eine Vernetzungsfachtagung unter dem Titel „Was noch erinnert werden kann – Aufarbeitung lokaler NS-Geschichte in Brandenburg mit Jugendlichen“ in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück durchgeführt. Darin spiegelt sich eine Erfahrung aus der Pilotphase wieder, für eine Bearbeitung des Themas vor Ort mit Jugendlichen, müssen zunächst Erwachsene identifiziert werden, die als unterstützende Akteur*innen die Jugendlichen bei der Projektarbeit begleiten. Zudem gibt es kein strukturelles Netzwerk der Außenlagerinitiativen. Daher war es das Ziel der Veranstaltung diese Akteur*innen aus Gedenkinitiativen zusammenzubringen und für den außerschulischen Ansatz der lokalen Jugendgeschichtsarbeit zu interessieren. Des Weiteren finden Gespräche mit interessierten Gruppen statt, die überLAGERt-Projektgruppen werden wollen. Für diese fand am Wochenende vom 1.-3.März 2019 ein Workshopwochenende statt, in welchem Sie inhaltlich und methodisch an die Thematik herangeführt wurden und dabei unterstützt wurden die Projektplanung für ihr eigenes Projekt zu konkretisieren.