Straßenfußball für Toleranz kommt aus Kolumbien, wo diese Spielidee in den 1990er Jahren zur Eindämmung der grassierenden Jugendgewalt entwickelt wurde. Die F. C. Flick Stiftung hat sich für eine Förderung des Projektes entschieden, weil hier ein Konzept umgesetzt wird, dass den Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortung, sozialer Kompetenz und Kreativität abverlangt.

Innerhalb des Projektes wird auf einfühlsame Weise Achtung vor der kulturellen Vielfalt vermittelt und die Kommunikation zwischen den Geschlechtern gefördert. Die Initiative will Kinder und Jugendliche vor allem in Ostdeutschland gegen rechtsextreme und rassistische Ideologie wappnen.

Highlight des Jahres 2017 war das Turnier in London: Im Rahmen des Besuchs der brandenburgischen Landesregierung in England, richtete die Brandenburgische Sportjugend am 04. Oktober ihr bekanntes Straßenfussball-Turnier diesmal an der Deutschen Schule in London aus. Gemeinsam mit Mitgliedern der Landesregierung kickte Stiftungsrat Moritz Flick für Toleranz und Weltoffenheit.

Aktuell läuft gerade, passend zur Fußball WM 2018, die Straßenfußball-Tour in Russland. Unter dem Titel “Deutsch-Russische Fußballbrücken” möchte der Landesportbund Brandenburg mit dem Deutschen Fußballbund, dem Deutsch-Russischen Forum, dem Auswärtige Amt, der Landesregierung Brandenburg sowie der F. C. Flick Stiftung und der Deutschen Sportjugend einen Beitrag zum interkulturellen Austausch leisten. Es wird insgesamt drei Turniere geben, die in St. Petersburg, Rostow am Don und Sotschi ausgetragen werden sollen.

Der Vorsitzende des Landessportbundes Brandenburg e.V. Andreas Gerlach erklärte dazu: “Der Sport und seine Werte faszinieren alle Menschen, egal, welchem Land, welcher Kultur oder welcher Religion sie angehören. Diese einmalige Gemeinsamkeit wollen wir mit unserer besonderen WM-Reise nutzen, um ins Gespräch zu kommen, um Vorbehalte und Vorurteile abzubauen und um neue Freunde zu gewinnen.

Hier die Bilder aus Russland!