Die barbarischen Angriffe der Hamas auf die israelische Bevölkerung haben alle tief getroffen. Antisemitische Ausschreitungen und antisemitischer Hass auch hier in Deutschland, insbesondere auch in der deutschen Hauptstadt Berlin verunsichern und ängstigen jüdische Menschen. Aus diesem Grunde luden die Jüdische Gemeinde zu Potsdam gemeinsam mit der Stiftung Vertreter der Gesellschaft und der Religionen ein, um ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Israel zu setzen und damit auch klarzustellen, dass jüdisches Leben hier gewollt und geschützt ist.

Am Samstag den 21. Oktober 2023 fand daher nach dem Shabbat-Gottesdienst ein Solidaritäts-Kiddusch (Frühstück) in der Jüdischen Gemeinde zu Potsdam statt.

Anwesend waren Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Manja Schüle sein, ebenso der Brandenburgische Generalstaatsanwalt Dr. Andreas Behm sowie der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Peter Heuer. Darüber hinaus waren Kirchenvertreter vor Ort. So der katholische Pater und Stadtkirchenreferent Marc-Stephan Giese SJ sowie der Länderbeauftragte der EKBO Martin Vogel. Jüdinnen und Juden haben sich seit der Shoah nicht so bedroht gefühlt, wie jetzt. Antisemitismus von rechtsextremer und islamistischer Seite, aber auch aus der Mitte der Gesellschaft gefährden die Sicherheit und das friedliche Zusammenleben. Sie brauchen gelebtes Mitgefühl und Beistand.

Susanne Krause-Hinrichs, Geschäftsführerin der Stiftung, sagte hierzu dem Tagesspiegel: “Jüdinnen und Juden erlebten nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel vor zwei Wochen die schlimmste Zeit seit der Shoah, […] Antisemitismus sei spürbar, auf den Straßen, wenn es in Gesprächen heiße „Ja, aber“, in den Zwischentönen. „Das verweigerte Mitleid tut am meisten weh.“