„AKRAN: Peer-to-Peer gegen Vorurteile“ ist ein in seiner Form einzigartiges Projekt zur Radikalisierungsprävention und Bekämpfung von Rassismus in seinen verschiedenen Ausprägungen. „AKRAN“ steht im Türkischen für Altersgenosse oder eben Peer. Das Grundkonzept besteht in der Ansprache von Jugendlichen auf Augenhöhe, um sie so besser erreichen zu können.

Im Rahmen des Projekts wurden vorwiegend muslimisch sozialisierte Jugendliche in sogenannten „Peer-Ausbildungen“  qualifiziert, sich als MultiplikatorInnen in der Antirassismus- und Antiradikalisierungsarbeit zu engagieren. Die wesentlichen Themenfelder der Ausbildung umfassten: antimuslimischen Rassismus, Antisemitismus sowie islamistische Radikalisierung. Ziel war es, den Jugendlichen inhaltliches und didaktisches Wissen in die Hand zu geben, um so in ihrem näheren Umfeld (Schule/Ausbildung/Verein/privates Umfeld) aktive Präventionsarbeit leisten zu können. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen konnten die Jugendlichen erste Einsätze an Schulen, Freizeiteinrichtungen und Moscheen planen.

Das Projekt ist für seine innovative und herausragende Arbeit 2016  mit dem Lars-Day-Preis ausgezeichnet worden, der gemeinsam vom Jüdischen Museum zu Berlin und der Lars-Day-Stiftung jährlich verliehen wird. Das langfristig angelegte Projekt soll auch in 2018 fortgeführt werden.