„Wie können wir unsere Umwelt nachhaltig gestalten?“ – diese Frage stand im Mittelpunkt des Projekts „Local in Global – Welcome to Krapowa!“. Es umfasste zwei Jugendbegegnungen in Trebnitz in Brandenburg und in Kreisau in Polen und richtete sich an insgesamt 56 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren aus Armenien, Bulgarien, Deutschland, Moldau, Polen und Ukraine. Das übergeordnete Ziel des Projekts war es, benachteiligte Jugendliche – insbesondere aus strukturschwachen Regionen in Ostmitteleuropa – niedrigschwellig an das Thema Nachhaltige Entwicklung heranzuführen und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

Das Herzstück der beiden Jugendbegegnungen war das Planspiel „Krapowa“, welches die Situation in einer fiktiven, post-industriellen Kleinstadt simulierte. Die Jugendlichen schlüpften dabei in die Rollen von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und ergriffen die Initiative, um Krapowa demokratischer, sozialer und nachhaltiger zu gestalten. Sie entwickelten eigene Strategien, führten Verhandlungen und trafen gemeinsame Entscheidungen. Auf diese Weise lernten sie zu kooperieren, Verantwortung zu übernehmen sowie ihre eigenen Potentiale auszuschöpfen. Das Planspiel bot ein sicheres Lernumfeld, in dem sich die Jugendlichen ausprobieren konnten, ohne bewertet zu werden. Das wirkte sich positiv auf ihr Selbstwertgefühl aus.

Bei der Integration der Gruppe lag der Schwerpunkt auf Diversität und Partizipation. So reflektierten die Jugendlichen beispielsweise anhand der Methode „Identitätsmoleküle“ ihre Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Gruppen und erarbeiteten selbst, wie sie die Woche über miteinander lernen wollen.

Das Projekt wurde bereits 2014 erfolgreich mit fünf Partnerorganisationen aus Armenien, Bulgarien, Moldau, Polen und der Ukraine umgesetzt und wird auch im Jahr 2016 fortgeführt.