Die Ausstellung entstand aus einem Graphic Novel-Workshops mit dem Thema „Zwangsarbeit in Berlin Lichtenberg“ anläßlich des Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 2025. Zehn Schüler*innen der 10. Klasse der Schule am Rathaus in Berlin Lichtenberg nahmen teil. Die Schüler*innen hatten bereits gestalterische Vorkenntnisse auf dem Gebiet der Comic- und Mangaerstellung und ein ausgeprägtes Interesse an den Schicksalen der Zwangsarbeitenden. Nach einer kurzen historischen Einführung in das Thema durch die Historikerin Ellen Fischer wurden vier Biografien von Lichtenberger Zwangsarbeitenden vorgestellt, die die damaligen Arbeits- und Lebensbedingungen veranschaulichten: Die jüdische Dichterin Gertrud Kolmar; die als sogenannte „Ostarbeiterin“ im Rahmen einer Razzia in ihrem ukrainischen Heimatort nach Deutschland verschleppte Lidia A.; Theodor Wonja Michael, Sohn eines aus Kamerun immigrierten Vaters; ein niederländischer Student, der zur Zwangsarbeit eingesetzt wurde.
Unter Anleitung des Künstlers Mikael Ross lernten die Jugendlichen, wie Graphic-Novel-Szenen aufgebaut und grafisch umgesetzt werden. Im Anschluss an den Workshop arbeiteten die Schüler*innen über mehrere Wochen eigenständig, jedoch mit fachlicher Begleitung durch die Schule daran weiter. An zwei Folgeterminen standen die Workshop-Leitenden für die weitere Unterstützung, Rückfragen und Feedback zur Verfügung.
Die entstandenen Arbeiten wurden im Herbst 2025 in der Stadtbibliothek Lichtenberg im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit gezeigt.











