Der israelische Künstler und Regisseur Itamar Wexler setzt sich in seinem Dokumentarfilm „The Yoyage“ mit der Geschichte seiner Familie auseinander, insbesondere mit der Geschichte seiner Großmutter Sonia Wechsler vor bzw. seit der Flucht ihrer Verwandten 1938 aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Er suchte die Wahrheit hinter den unterschiedlichen, sich mitunter widersprechenden Familien-Erzählungen und schildert die bewegende Geschichte der Familie bis in die Gegenwart. Durch seine Recherchen entdeckte er, dass seine Großmutter 1940 in der Euthanasie-Tötungs-Anstalt Brandenburg an der Havel ermordet wurde. Der Film berichtet in eindrücklichen Bildern und behutsamen Gesprächen über das zunehmend verzweifelte Leben seiner Großmutter.

In  drei Workshops setzten sich die Schüler*innen inhaltlich mit dem Film und den Themen: Flucht von Jüdinnen und Juden nach Palästina, nationalsozialistische „Euthanasie“-Verbrechen sowie Erinnerungskultur(en) an die Shoah in Israel auseinander. Parallel entstand in einem medienpädagogischen Workshop eine Filmdokumentation zum Projekt. Neben der Verwendung professioneller Kamera- und Tontechnik, wurde mit eigenen Smartphones gedreht. Dadurch wurde eine weitere Reflexion mit den Seminarthemen, dem Geschehen während des Seminars und den eigenen Gefühlen, Wissen und Haltungen ermöglicht und die Medienkompetenz der Jugendlichen gestärkt.

Zum Ende das Projekts wurde diese Dokumentation allen Teilnehmenden präsentiert. Als Höhepunkt nahm Itamar Wexler persönlich teil. Im anschließenden Gespräch mit dem Regisseur konnten die Jugendlichen an dessen Film und die Projektdokumentation anknüpfen, Fragen stellen, in die Diskussion gehen und ihre Erkenntnisse aus den vergangenen Projektwoche zusammenführen.